Rede zur Ratssitzung am 27.08.09

Antrag der BG auf Abstimmung der Bürger über den Bau der Unterführung Langenwiedenweg

Der Bau der Bahnunterführung am Langenwiedenweg ist ein Projekt, das man getrost als "Jahrhundertbauwerk" für die Stadt Werl bezeichnen kann. Wie das Schreiben des Bürgermeisters "Anmerkungen der Verwaltung zum Antrag der BG-Fraktion auf Beratung eines Ratsbürgerentscheids" anführt, leitet sich der Plan aus den Generalverkehrsplänen von 1970 und 1982 ab, auf deren Grundlagen die späteren entsprechenden nun rechtskräftigen Bebauungspläne entwickelten.

Die Planungen begannen zu einer Zeit, in der die finanzielle Situation der Stadt und die Verkehrssituation eine völlig andere war. Und es wird immer deutlicher: Die Finanz- und Wirtschaftskrise trifft Deutschland hart. Das bedeutet: Weniger Steuern, weniger Zuwendungen! Und ab 2020 keine Neuschulden mehr im Land! Möglicherweise gab es tatsächlich die Vorstellung, man müsse etwas tun für die Bevölkerung nördlich der Bahn, die seinerzeit noch wuchs.

Wir sind aus mehreren Gründen gegen den Bau der Bahnunterführung und wollen deshalb einen Ratsbürgerentscheid durchführen lassen. Dabei leiten uns folgende Gründe, die ich im folgenden erläutern will:

 

Aus den genannten Gründen, die sich noch erweitern lassen können, und die natürlich einseitig dargestellt sind und zu denen die Gegenargumente treten müssen, damit eine Abwägung erfolgen kann, sind wir der Auffassung, dass über den Bau der Bahnunterführung die Bürger durch Abstimmung befinden müssen. Deshalb sprechen wir uns für einen Ratsbürgerentscheid aus.

Siegbert May, 27. August 2009
Fraktionsvorsitzender der BG-Fraktion