Zunächst einmal sei dem Soester Anzeiger gedankt dafür, dass alle Wahlkreiskandidaten sich den Bürgern in der Zeitung vorstellen konnten. Eine gute Tradition.
In den hundert Texten stehen viele unterstützenswerte Wünsche und Ziele.
so ergibt schon eine grobe Auswertung ein erschreckendes Bild.
Bei CDU und SPD werden mit keinem Wort das Sanierungsproblem des städtischen Haushalts, die immer schwieriger werdende Haushaltsführung, die schlechte Wirtschaftslage erwähnt.
Bei der CDU gibt es nur 1 Kandidaten (Graf von Brühl), der „Verantwortung im Bereich Finanzen“ übernimmt. Bei der SPD will sich lediglich Herr Frieg „auch dem Sachgebiet Finanzen widmen“ und Herr Esser nennt Finanzpolitik als seinen Schwerpunkt.
Mehr Hinweise auf die äußerst anstrengende Haushaltslage gibt es hier nicht! Direkt Geld kostende Themen werden bei der SPD dagegen 4mal genannt.
Dass die BG mit 8 Kandidaten zur Sanierung aufruft, liegt daran, dass die Haushaltssanierung das derzeit wichtigste Thema für Werl und die BG ist. Auch die Grünen wollen (Herr Nabers) die Haushaltssanierung und halten Großprojekte nicht mehr für realisierbar (H. Kottmann). Die FDP benennt das Problem immerhin mit 4 Kandidaten, hat gleichzeitig aber auch 3mal direkt kostenverursachende Wünsche bei ihren sehr jungen Kandidaten, die möglicherweise die Haushaltslage noch nicht kennen.
Bei dieser Einstellung der Kommunalpolitiker zur Werler Finanzpolitik frage ich mich:
Dieter Riewe
Vorsitzender der Bürgergemeinschaft
25. 8. 2009